Geschäftsprozesse
___Nach „klassischer“ Definition beschreibt ein Geschäftsprozess eine Folge von Einzeltätigkeiten, die schrittweise ausgeführt werden, um ein geschäftliches oder betriebliches Ziel zu erreichen. Geschäftsprozesse gehen oft über Abteilungen und Betriebsgrenzen hinweg und gehören zur Ablauforganisation eines Betriebs.

___Pragmatisch lässt sich jede Arbeit als ein Prozess betrachten, der aus einem Anfang und einem definierten Ende besteht und der eine Abfolge von Tätigkeiten beinhaltet, die zu wertschöpfender Veränderung führen.
___Das Unternehmen stellt sich somit als ein „Prozessnetzwerk“ dar. Dessen Darstellung ist einer der wesentlichen und ersten Schritte zum Erkennen von Schwachstellen. Aus Erfahrung kann man sagen, dass Geschäftsprozesse, die sich selbst überlassen bleiben, zu Unordnung im Unternehmen führen. Diese Unordnung zeigt sich im Ergebnis als unwirtschaftlicher Zustand.
___Die Visualisierung des IST-Zustandes der Geschäftsprozesse („process mapping“) geschieht sinnvollerweise mit geeigneten grafischen Symbolen („ein Bild sagt mehr als tausend Worte“) und mit einem „Adlerblick“ auf die zu beschreibenden Tätigkeiten (immer vom „Groben“ zum „Feinen“, da man sich ansonsten zu sehr in Details verliert).
___Ein besonderes Augenmerk ist auf die Schnittstellen zwischen den einzelnen Geschäftsprozessen zu richten; das ist der „Übergang“ von Prozess A nach Prozess B und/oder auch ein Wechsel in der Verantwortung von X nach Y. Auf jeden Fall besteht die Gefahr an einer Schnittstelle von zusätzlichen Verlusten oder Verzögerungen.
___Wird das EFQM-Modell der European Foundation for Quality Management zu Grunde gelegt, dann werden die Kräfte und Potenziale eines Unternehmens über die etablierten Geschäftsprozesse zu den Unternehmensergebnissen umgesetzt.
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